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Öffentlichkeitsarbeit-Jugendarbeit (in der Keimzelle unserer
Organisation, dem Ortsverein) Die Öffentlichkeitsarbeit nimmt im
Rahmen der Vorstandstätigkeit eines Kaninchenzuchtvereins einen immer größeren
Rahmen ein. Die breite Anerkennung unseres Hobbys kann nur erreicht werden, wenn
wir uns dauerhaft positiv darstellen. Bausteine der Öffentlichkeitsarbeit
bilden: a)
Ausstellungen b)
Pressearbeit c)
Kontakte zur Jugend
zu a) Unsere Ausstellungen bieten die beste Möglichkeit,
der Öffentlichkeit ein positives Bild unserer Vereinsarbeit zu vermitteln. Die Ausstellungshalle sollte sich dem
Besucher farbenfroh (der Jahreszeit entsprechend), freundlich und
abwechslungsreich präsentieren. Wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht,
ist darauf zu achten, dass zwischen den Käfigreihen, die maximal zweietagig
aufgestellt werden sollten, ausreichend Bewegungsfreiheit für den Besucher
besteht. Eine einladend eingerichtete Sitzecke
sollte den Besucher dazu anregen, die vom Verein angebotenen Getränke und
Kuchen gern anzunehmen. Eine auf die Bedürfnisse aller Altersgruppen
abgestimmte, sorgfältig und mit viel Liebe ausgewählte Tombola wird von allen
Gästen gern angenommen. Wer für eine Tombola einkauft, sollte seine Auswahl
danach treffen, ob er die Preise selbst gern hätte. Das Verhältnis zwischen
Gewinnen und Nieten in einer Tombola muß stimmig sein. Eine "Spielecke" für die
Kleinsten mit Jungkaninchen verschiedener Rassen übt große Faszination nicht
nur auf den Nachwuchs aus. Es bietet sich an, in der Nähe der
Sitzecke eine Tafel aufzustellen, an welcher Informationen, Fotos angeklebt
werden, die den Besucher über uns informieren. Dazu gehören Fotos von
Stallanlagen unserer Züchter, Fotos aus dem Vereinsgeschehen, von Vereinsausflügen,
Fotos einiger Tiere. Eine Mitgliederliste sollte ausgehängt werden. Es gilt,
die Aufmerksamkeit und die Neugierde der Besucher zu wecken. Es ist schon
schwierig genug zu erreichen, dass der Zuschauer die Ausstellungshalle betritt.
Wenn er diesen Schritt getan hat, müssen wir versuchen, ihm das Gefühl zu
vermitteln, dass sich sein Besuch bei uns gelohnt hat. Wenn der Besucher nur
einen Schnelldurchgang durch die Käfigreihen macht und sein Blick an keiner
Stelle gefesselt wurde, hat er hinterher das Gefühl, nichts für sein Geld
bekommen zu haben. Man sollte anstreben, bei jeder
Ausstellung eine Informationsbroschüre über einige Bereiche der Kaninchenzucht
an die Besucher zu verteilen, damit die Tierfreunde nachhaltig an den Besuch
unserer Ausstellung erinnert werden. Ausstellungstermine sollte man, wenn möglich,
so legen, dass eine hohe Besucherzahl erreicht werden kann. Es bietet sich zum
Beispiel an, die Ausstellung an einem Termin zu veranstalten, an dem ein
"Dorffest" stattfindet. Dadurch erreicht man, dass sich die
Besucherzahl nicht nur aus den Einheimischen zusammensetzt, sondern auch
Besucher aus den umliegenden Gemeinden und Feriengäste sich bei uns einfinden.
Eine "Plakataktion" macht sich regelmäßig bezahlt. zu b) Unsere Zeit ist geprägt von der
Schnellebigkeit und Hektik. Informationen von gestern interessieren heute kaum
jemanden mehr. Aber auch in dieser Zeit gibt es noch Menschen, die sich nach
Harmonie und Beständigkeit sehnen. Berichte über Hobbys wie die Kaninchenzucht
können noch eine breite Leserschaft finden, wenn sie interessant aufgebaut sind
und sich nicht darauf beschränken aufzuzählen, welcher Züchter welche
Ehrenpreise errungen hat. Das hat sicher auch seine Bedeutung, es sollte jedoch
versucht werden, Hintergrundinformationen über die Kaninchenzucht und die mit
diesem Hobby beschäftigten Menschen in die Öffentlichkeit zu bringen. Möglichst
ausführliche Berichte vor einer Ausstellung sind anzustreben, um das Interesse
beim Leser zu wecken, unsere Ausstellung zu besuchen. Die Pressenachlese der
Ausstellungen kann sich m.E. darauf beschränken, die Schauergebnisse in Kürze
mitzuteilen. Aber auch zwischen den Ortsschauen
sollte der Kontakt zur Presse nicht abreißen. Jedesmal wenn der Verein sich präsentiert,
sei es durch Veranstaltung eines "Tages der offenen Tür", sei es
durch Vorträge über unser Hobby in Schulen (bei Projektwochen), sollte
versucht werden, dass die Presse darüber informiert. zu c) In Schleswig-Holstein und vermutlich
auch in anderen Bundesländern klagen viele Vereine über abnehmende
Mitgliederzahlen und zunehmende Überalterung der Vereine. In der heutigen Zeit ist es schwierig,
die Jugendlichen für unser Hobby zu interessieren, da die Jugend überhäuft
wird mit Angeboten aus den Bereichen Sport oder Telekommunikation, um nur einige
Bereiche zu nennen. Die Vielfalt an Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten ist
kaum noch überschaubar. Nur in den Fällen, in denen bereits
die Eltern aktive Kaninchenzüchter sind, haben wir die Chance, den Nachwuchs für
uns zu gewinnen, ohne aktiv werden zu müssen. Leider bildet das die Ausnahme. Mit Hilfe unserer Ausstellungen und mit
Hilfe der Presse können wir einerseits auf unser Hobby aufmerksam machen,
wirksamer jedoch ist es, den direkten Kontakt zur Jugend zu suchen. Unser Verein
hat die Möglichkeit erhalten, sein Hobby im Rahmen einer Projektwoche an einer
Schule vorzustellen. Den Schülern (5. Klasse eines Gymnasiums) wurden in einer
Doppelschulstunde Informationen über Kaninchenzucht vermittelt, mit lebenden
Kaninchen wurde eine Tierbesprechung durchgeführt. Das Interesse war bei den
Schülern derart geweckt worden, dass die Schüler die Pause vergaßen. Die
Vielfalt der gestellten Fragen verdeutlichte die vorhandene Wissbegierde. Dieses Beispiel sollte m.E. Schule
machen, zeigt es doch, daß es auch heute noch möglich ist, die Jugend zu
begeistern, sie neugierig zu machen. Unser Verein wird versuchen, sich an
verschiedenen Schulen bei Projektwochen zu engagieren, in der Hoffnung, einige
Jugendliche für unser Hobby zu gewinnen. Ich sehe darin eine sehr positive Form
der Öffentlichkeitsarbeit. Wolfgang Müller
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Datum der letzten Aktualisierung: 13.06.2009 Diese Seite wurde der Öffentlichkeit erstmals am 08.05.2000 präsentiert. © 2000-2009 by Wolfgang Müller, Sievekingsallee 150a, 22111 Hamburg; e-mail (ersetzen Sie at durch @): wolfgang at mueller-gelting.de |