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Geschichte
Haltung
Fütterung
Vorbeugung geg. Krankheiten
Stallbau
Zuchtverfahren
Öffentlichkeitsarbeit

 

Haltung-Fütterung-Vorbeugung gegen Krankheiten 
Bei den Schilderungen über die Haltung, die Fütterung und die Vorbeugung gegen
Krankheiten von Kaninchen habe ich in erster Linie meine langjährigen persönlichen
Erfahrungen als Kaninchenzüchter miteingebracht. Wissenschaftliche Erkenntnisse und
umfangreiches Studium von Fachliteratur habe ich in meinen Überlegungen berücksichtigt. Die
 m.E. geeignetsten Formen einer artgerechten Haltung und Fütterung sind nachfolgend erläutert.
 
Haltung:
Bei der Beschreibung der Haltungsformen ist zuerst einmal die Haltung auf Stroh (mit festem 
Untergrund) von der "Rostenhaltung" zu unterscheiden.
Wofür sich ein Züchter entscheidet, ist abhängig von Raumangebot, Möglichkeiten der
Entsorgung von Mist, dem Geldbeutel und auch von der Rasse. Die meisten Züchter auf
dem Lande-und dazu gehöre auch ich- bevorzugen die Haltung der Tiere auf Stroh in Ställen mit festem Untergrund. Bei Einhaltung einer Mindesthygiene bleiben die Tiere, selbst die weißen Rassen, sauber und gesund. Mindesthygiene bedeutet Verwendung von sauberer Einstreu und regelmäßiger Stallreinigung(in Abhängigkeit von der Buchtengröße und der Fütterungsart sind die Buchten im Intervall von 1,2 oder 3 Wochen zu reinigen).
In Anlehnung an die Vorgaben des ZDK empfehle ich als Mindestmaße folgende Stallgrößen für Einzeltiere:	
							Breite	Tiefe	Höhe
Für kleine Rassen (bis 3,75kg) 				60cm 	60cm 	50cm
für mittelgroße Rassen(bis 5,5kg) 				80cm 	80cm 	55cm
für große Rassen (über 5,5kg) 				120cm 	100cm 	65cm
Es empfiehlt sich, beim Bau der Ställe großzügig zu verfahren, um bei Bedarf auf eine größere
Rasse umsteigen zu können. Berücksichtigen Sie beim Bau der Kaninchenställe Ihre eigene
Körpergröße und Ihre Fitness. Wenn Sie zum Füttern Ihrer Tiere bei einem dreietagigen
Stall jedesmal auf eine Treppe steigen müssen, um die Tiere zu versorgen, wird Ihnen das
schnell lästig. Ebenso wenn Sie Rückenprobleme haben und jedesmal auf dem Fußboden
herumkriechen müssen. Ich empfehle Ihnen zweietagige Ställe, die in einer Höhe von 40cm
über dem Boden beginnen und maximal bis zu einer Höhe von 180cm reichen. In diesem
Abstand lassen sich für jede Rasse ausreichend hohe Ställe unterbringen.
Beim Bau der Kaninchenställe kommt es weniger darauf an, daß jeder Züchter eine
Musterstallanlage erstellt-der Geldbeutel und das handwerkliche Geschick lassen das häufig nicht zu- wichtiger ist, daß die Tiere in ausreichend großen Ställen sauber und den
Umwelteinflüssen gerecht werdend gehalten werden. Ein ansprechendes Äußeres der
Stallanlage imponiert allerdings nicht nur andere Züchter und es trägt dazu bei, das Image
der Kaninchenzüchter zu verbessern.
 
Zu weiteren Ratschlägen, z.B. zur Entscheidung, ob Holz- oder Betonställe, Fertigställe oder Eigenbauten zu bevorzugen sind, bin ich gern bereit. In der Anlage finden Sie eine Materialliste für den Bau eines 9-Buchten-Stalles.
Zu empfehlen ist die Broschüre "Kaninchenställe", die beim Verlagshaus Reutlingen Oertel & Spörer zu erwerben ist. Darin gibt es weitere konkrete Bauanleitungen für Kaninchenställe zu den unterschiedlichen Haltungsformen.
In unserem Verein haben wir auch einen Züchter, der lange Jahre gute Erfahrungen mit der Rostenhaltung gemacht hat. Er wird Ihnen bei Bedarf gern seine Erfahrungen schildern.
Kaninchenställe sollten ausgestattet werden mit Futtergefäßen(z.B. aus Ton), Trinkgefäßen
(aus Ton oder Trinkflaschen, die an der Drahttür befestigt werden), Heuraufen und evtl.
einem Beißbrett. Für die Zuchtperiode empfiehlt sich ein getrenntes Wurfabteil oder der
Einsatz eines Wurfkastens.

 

Datum der letzten Aktualisierung: 13.06.2009 Diese Seite wurde der Öffentlichkeit erstmals am 08.05.2000 präsentiert. © 2000-2009 by Wolfgang Müller, Sievekingsallee 150a, 22111 Hamburg; e-mail (ersetzen Sie at durch @): wolfgang at mueller-gelting.de